Robert C. Rore
Maler & Zeichner
Hirschbergstraße 13a
D-80634 München
Tel: (089) 13 938 449
Fax: (089) 167 52 14
rcr@robert-c-rore.com


Atelier Ansichten / Studio Views
Fotos von Bodo Rickassel, 2006:
 
Fotos von De Brito-Schröder, 1999: Fotos von Simone Speer, 1998:  

 

Über den Künstler
About the Artist
  Ich über mich 1

Ich weiß nicht wie man Maler wird, und Künstler zu werden war sicher nicht der Berufswunsch den zu erfüllen mir meine Eltern in die Wiege gelegt hätten. Obwohl der Umgang mit Bildern von meinem Vater her mir vertraut war, arbeitete er doch als Maler, Dekorateur und Werbemann für diverse Kaufhäuser. Später übernahmen meine Eltern ein Gasthaus, und ich, 1954 in Salzberg bei Berchtesgaden geboren, wechselte vom Schuttplatz der Geschichte - die Ruinen des Obersalzbergs waren die ersten Spielplätze an die ich mich erinnere - in die deftige Essenswelt bayerischer Wirtshäuser. Als Künstler, als Maler zu arbeiten, der Gedanke kam mir erst relativ spät, obwohl ich in den ganzen Jahren nebenher gezeichnet und gemalt hatte , während ich Chemotechniker wurde, in einem Forschungsinstitut arbeitete, das Abitur nachmachte und schließlich mein Traumfach Chemie zu studieren begann. Im Zivildienst, ich hatte deshalb mein Studium zu unterbrechen, nahm ich Abschied von meinen naturwissenschaftlichen Ambitionen und begann anschließend Kunstgeschichte zu studieren. Noch 1982 hatte ich in München meine erste Einzelausstellung und wurde im selben Jahr in den Berufsverband bildender Künstler aufgenommen. Mit zunehmender Ausstellungstätigkeit und damit verbundenem Erfolg entschied ich mich für die Existenz als freier Maler. Nebenbei arbeitete ich bis 1995 als Dozent für Malerei und Maltechnik an der Volkshochschule München. 1991 begann für mich die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Kunstverlag in Augsburg und 1995 schließlich übernahm ich ein großes Atelier in München und richtete mir zudem eine druckgraphische Werkstatt für Radierungen ein. Gleichzeitig intensivierte ich den Kontakt zu Künstlerkollegen, wurde Mitglied und schließlich stellvertretender Vorstand bei einem gemeinnützigen Künstlerverein. Als Künstler führe ich nun einen Werkstattbetrieb in bester Tradition, was bedeutet, daß neben freier Malerei zahlreiche Auftragsarbeiten entstehen: Von Portraits über Illustrationen für Bücher und Broschüren, Plakatgestaltungen für Musik- und Theaterdarbietungen, bis zu Dekorationsmalereien z.B. für Nachbauten historischer Musikinstrumente.

Robert C. Rore 1999

Ich über mich 2

Erstens: Künstler wollte ich nicht werden. Zweitens: Ob man unbedingt schwul sein muß um Männer zu malen, weiß ich nicht, aber es erleichtert die Sache ungemein. Zweites lag sicher schon mit mir in der Wiege, als ich 1954 in Berchtesgaden auf die Welt kam, ersteres zu entwickeln brauchte etwas länger, ebenso lange wohl wie zweiteres für mich zu akzeptieren. Die Abfolge meiner kindlichen Berufswünsche vom Geistlichen bis zum Lokführer oder umgekehrt, mit etlichen Zwischenstufen, enthielten kein Künstlerdasein. Obgleich mein Vater ambitionierter Maler war, dilettierend nur, aber nicht übel, lernte ich etwas Vernünftiges und fand mich dann zwanzig Jahre nach meiner Geburt als Chemotechniker in einem Labor wieder. Künstler wollte ich nicht werden. Ich begann Chemie zu studieren und ich war recht zufrieden mit der Aussicht auf ein Dasein als Chemiker. Wahrscheinlich mit Frau und Kindern. Ganz normal eben. Dann allerdings mußte ich Zivildienst machen und hatte mein gerade begonnenes Studium abzubrechen. Ich verfiel dabei auf die Idee, die Chance wahrzunehmen, einmal im Leben ganz was anderes zu machen und entschloß mich, mit Schwerstbehinderten zu arbeiten. Mit dem Wegwischen echter Scheiße begann ich auch den Rest meines bisherigen Lebens wegzuwischen. Künstler wollte ich immer noch nicht werden. Also studierte ich Kunstgeschichte und begann langsam in die Welt von Bildern einzutauchen. Daß ich bisher nebenbei meine Lehrer und Professoren gezeichnet hatte, alle meine Unterlagen künstlerisch gestaltet hatte, fiel mir erst jetzt auf. Irgendwann war ich soweit zu begreifen, daß aus mir nie ein Kunsthistoriker werden würde. Dann hatte ich meine erste Einzelausstellung und wurde kurz darauf Mitglied im Berufsverband bildender Künstler. So bin ich Künstler geworden und bin seitdem als freier Maler tätig. Ich machte und beteiligte mich an zahlreichen Ausstellungen. Schließlich übernahm ich ein großes Atelier in München und richtete mir zudem eine druckgraphische Werkstatt für Radierungen ein. Gleichzeitig intensivierte ich den Kontakt zu Künstlerkollegen, wurde Mitglied und schließlich stellvertretender Vorstand bei einem gemeinnützigen. Als Künstler führe ich nun einen Werkstattbetrieb, was bedeutet, daß neben freier Malerei zahlreiche Auftragsarbeiten entstehen: Von Portraits über Illustrationen für Bücher und Broschüren, Plakatgestaltungen für Musik und Theaterdarbietungen, bis zu Dekorationsmalerelen z. B. für Nachbauten historischer Musikinstrumente. Meine Hauptsujets sind wohl Stilleben und Architekturdarstellungen und mit der Zeit kamen Menschenbilder hinzu, überwiegend Männerdarstellungen. Auf die Frage nach der Gemeinsamkeit meiner sehr verschiedenen Motive, kann ich nur antworten: Die Erotik. Ich habe für die Erotik einer Zwiebel, eines aufgerissenen Granatapfels oder einer Barockarchitektur einen Sinn.

Robert C. Rore 1998

 


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